1.       Wettfahrtleitung 

Wettfahrtleiter, Wettfahrtbüro, Steuermannbesprechung werden bei der Ausschreibung bzw. vor Regattabeginn bekanntgegeben.

Alle an der Wettfahrt teilnehmenden Schiffe fahren nach Vereinbarung evtl.. eine spezielle Regatta-Flagge.

 

2.       Besegelung 

Es sind drei Vorsegel zugelassen: Sturmfock, Arbeitsfock, Genua .Es darf nur ein Segel am Vorstag gefahren werden. Ausbaumen mit Spi-Baum ist zulässig.
Als Hauptsegel sind das Großsegel oder ein Try-Sturmsegel zulässig.

 

3.     Start  

Der Start erfolgt zur angekündigten Zeit. Startlinie ist ein Seezeichen und ein Schiff (N.N.) oder ein Seezeichen und eine Landmarke jeweils in Linie oder gemäß
Absprache. Der Start wird ca. 10 Min. vorher über Kanal 69 angekündigt und  durch ein lautes Startsignal ausgelöst.

Alle Schiffe haben sich 3 Minuten vor dem Start hinter der  Startlinie aufzuhalten und müssen 5  Min. vor Start den Motor abstellen.

Wer zu früh über die Startlinie fährt muss  zurück und erneut über die Startlinie fahren. (Während dieses Manövers hat er kein Wegerecht, muss allen anderen
Regattateilnehmern ausweichen!!)

 

3.       Segeln auf der Bahn

Es gelten die Ausweichregeln der KVR sowie der SeeSchStrO.  E r g ä n z u n g e n :

 

a. Beim Passieren von Bahnmarken hat die innenliegende Yacht im Radius von 2 Bootslängen Abstand von der Wendemarke  Wegerecht. Dabei ist es
unerheblich auf welcher Seite die Segel gefahren werden. Alle anderen Yachten haben dieser Yacht Raum zu geben.

 

b. Der Motor darf während der Wettfahrt nicht gestartet werden.

 

c. Es wird nur um feste Seezeichen gesegelt.

 

d. Eine Leeyacht mit Wegerecht muss einer Luvyacht, die ein Hindernis in Luv hat soviel Raum gewähren, dass  diese ein Hindernis nicht berührt.

 

e. Bei Aufgabe ist der Teilnehmerwimpel einzuholen und die Wettfahrtleitung über Kanal 69 zu informieren.

 

4.       Zieleinlauf

Ziellinie ist ein festes Seezeichen und das Zielschiff oder eine Landmarke oder gemäß vorheriger Absprache. Die Ziellinie gilt als durchsegelt, wenn die
Ziellinie überfahren wurde, nicht schon dann, wenn der weitsichtigste Crewteilnehmer das Ziel-Seezeichen voraus gesichtet hat !!! !Die Zieldurchlaufzeit
muss unmittelbar nach dem Durchfahren der Ziellinie der Wettfahrtleitung über Kanal 69 gemeldet werden.

 

5      Abbruch der Wettfahrt

Die Wettfahrtleitung ist berechtigt aus besonderem Anlass oder wetterbedingt die Regatta zu verändern, zu kürzen oder abzubrechen. Alle Schiffe haben
dann unverzüglich ihre genaue Position durchzugeben.

 

6.       Wertung

Es wird nach Yardstickzahl des DSV gesegelt. Yachten ohne entsprechenden Rennwert werden von der Regattaleitung im Vergleich zu anderen Yachten
festgelegt. Eine nachträgliche Änderung ist ausgeschlossen.

 

7.       Protest

Protest muss mindestens 1 Stunde nach Ende der Wettfahrt der Regattaleitung vorliegen und eine dritte Yacht als Zeuge des Ereignisses benannt werden.

 

8.       Jollen

Bei Jollenregatten haben alle Regeln sinngemäß ebenfalls Gültigkeit.

 

 

 

K V R ( Kollisionsverhütungsregeln )

 

1. Wenn beide Segelfahrzeuge den Wind von verschiedenen Seiten haben, muss das Segelfahrzeug mit Wind von Backbord ausweichen. Bei raumem oder achterlichem Wind
entscheidet die Stellung des Großbaums.

Backbordbug vor Steuerbordbug

2. Wenn beide Segelfahrzeuge den Wind von derselben Seite haben, muss das luvwärtige Segelfahrzeug ausweichen.

Lee vor Luv

3.Ein Segelfahrzeug, das überholt, muss dem anderen Segelfahrzeug ausweichen.

4.Das Segelfahrzeug, das nicht ausweichen muss, muss den Kurs beibehalten. Das ausweichpflichtige Segelfahrzeug muss frühzeitig, klar und durchgreifend handeln.

5. Sind beide Segelfahrzeuge so nahe zusammengekommen, dass ein Manöver der Ausweichpflichtigen  a l l e i n  nicht mehr ausreicht eine Kollision zu verhindern, muss
auch der Kurshalter ein eigenes Ausweichmanöver einleiten, um den Zusammenstoß zu vermeiden.

Manöver des letzten Augenblicks

 

ub       26.07.2007